Lesen Sie die zwei Texte zum Thema Schriftsteller. Lösen Sie die Aufgaben (4.1–4.8) gemäß den Anweisungen.
Text 1
SCHRIFTSTELLEREI
„Was führt Sie hierher, Herr Schriftsteller?“, fragte Scarlett, nachdem sie den Rauch ausgestoßen hatte.
„Ich musste einfach mal raus“, wich ich aus. „Und Sie?“
„Ich musste auch einfach mal raus. Ich habe mein Leben in London zurückgelassen. Ich brauche einen Tapetenwechsel. Warum mussten Sie raus, wenn ich fragen darf?“ „Wegen meines Verlegers, Bernard de Fallois. Er ist vor sechs Monaten gestorben. Er hat mir sehr viel bedeutet.“
„Mein Beileid.“
„Machen Sie sich keine Gedanken. Bernard ist im Alter von zweiundneunzig Jahren nach einem erfüllten Leben gestorben. Ich muss mich wohl damit abfinden.“
„Trauer kennt keine Regeln.“
Das stimmte allerdings. „Bernard war ein großartiger Verleger“, sagte ich. „Aber er war noch viel mehr als das. Er war ein großartiger, in jeder Hinsicht überragender Mensch, der während seiner Laufbahn in der Verlagsbranche mehrere Leben hatte. Er war Literat und Gelehrter und außerdem ein fähiger Geschäftsmann von besonderem Charisma und außergewöhnlicher Überzeugungskraft: Wäre er Anwalt gewesen, hätten seine Anwaltskollegen keine Klienten mehr gehabt. Eine Zeit lang war Bernard der gefürchtete und geachtete Chef der bedeutendsten französischen Verlagsgruppen, gleichzeitig stand er den Philosophen und Intellektuellen der Stunde sowie politischen Machthabern nahe. Später schuf er einen kleinen Verlag ganz nach seinem Bild: bescheiden, diskret, anspruchsvoll. Das war der Bernard, den ich persönlich kennengelernt habe, als er mich unter seine Fittiche nahm. Genial, neugierig, fröhlich, strahlend. Er war der Lehrmeister, von dem ich immer geträumt hatte. Ein brillanter, geistreicher, lebhafter und tiefsinniger Gesprächspartner. Er war eine Inspiration fürs Leben, ein leuchtender Stern in der Nacht.“
„Bernard scheint wirklich ein außerordentlicher Mensch gewesen zu sein“, sagte Scarlett.
„Das war er“, versicherte ich ihr.
„Schriftsteller ist aber auch ein faszinierender Beruf ... Jeder träumt doch davon, einen Roman zu schreiben.“
„Da bin ich mir nicht so sicher.“
„Ich auf jeden Fall.“
„Dann legen Sie los!“, ermunterte ich sie. „Sie brauchen nur einen Stift und Papier.“
„Ich wüsste nicht, wie ich es anfangen soll.“
Meine Zigarette war aufgeraucht und draußen wurde es schon ziemlich kalt. Ich wollte gerade wieder in mein Zimmer gehen, da hielt sie mich zurück.
„Wie finden Sie die Ideen zu Ihren Romanen?“, fragte sie.
„Die Leute denken oft, das Schreiben eines Romans würde mit einer Idee beginnen, oder mit der Suche nach literarischen Haupthelden im Bekanntenkreis. Dabei beginnt ein Roman vor allem mit einem Drang: dem Drang zu schreiben. Einem Drang, der Sie packt und nicht mehr loslässt, der Sie von allem anderen abhält. Sie können das beste Szenario für einen Roman haben, wenn Sie keine Lust haben, ihn zu schreiben, werden Sie nichts damit anfangen.“
„Ganz genau“, gestand Scarlett. „Ich hatte einmal die Idee zu folgender Geschichte: Eine junge Frau heiratet und bringt in der Hochzeitsnacht ihren Mann im Hotelzimmer um. Aber es ist mir nie gelungen, die Idee weiterzuentwickeln.“
„Sie dürfen nicht einfach nur Tatsachen zusammenfügen. Ein Szenario, das Neugier weckt, muss aus Fragen bestehen. Beginnen Sie damit, den Handlungsfaden aus Fragen zu spinnen: Warum tötet eine junge Braut ihren Mann in der Hochzeitsnacht? Wer ist diese Braut? Wer ist ihr Mann? Warum haben sie geheiratet? Wo haben sie geheiratet?“
Na podstawie: Joel Dicker, Das Geheimnis von Zimmer 622, München 2021.
Kreuzen Sie bei den Aufgaben (4.1–4.4) die jeweils richtige Antwort (A, B, C oder D) an. Nur jeweils eine Antwort ist richtig.
4.1. Laut dem Schriftsteller hatte Bernard ein erfülltes Leben, (Według pisarza Bernard był spełniony w życiu,)
A. denn er war erfolgreich in der Politik tätig. (ponieważ odnosił sukcesy w polityce.)
B. denn er hat vielen Menschen als Anwalt geholfen. (ponieważ jako adwokat pomógł wielu ludziom.)
C. denn er wurde als verständnisvoller Chef von allen geliebt und gepriesen. (ponieważ był uwielbiany i chwalony przez wszystkich jako wyrozumiały szef.)
D. denn er hat eine großartige Karriere in der Verlagsbranche hingelegt. (ponieważ zrobił wspaniałą karierę w branży wydawniczej.)
4.2. Mit den Worten „er nahm mich unter seine Fittiche“ meint der Schriftsteller, (W słowach „er nahm mich unter seine Fittiche“ pisarz ma na myśli,)
A. dass Bernard ihm zu viel erlaubte. (że Bernard pozwalał mu na zbyt wiele.)
B. dass Bernard zu seinem Mentor wurde. (że Bernard stał się jego mentorem.)
C. dass Bernard ihn in seinem Verlag beschäftigte. (że Bernard zatrudnił go w swoim wydawnictwie.)
D. dass Bernard ihm viele Bekanntschaften ermöglichte. (że Bernard umożliwił mu zawarcie wielu znajomości.)
4.3. Was ist laut dem Schriftsteller die wichtigste Voraussetzung für einen erfolgreichen Start als Buchautor? (Co według pisarza jest najważniejszym warunkiem udanego startu jako autor książek?)
A. Man muss einen inneren Drang zum Schreiben verspüren. (Trzeba czuć wewnętrzną potrzebę pisania.)
B. Man muss als Erstes ein detailliertes Szenario entwerfen. (Trzeba najpierw ułożyć szczegółowy scenariusz.)
C. Man muss eine Idee haben und ihr zielstrebig nachgehen. (Trzeba mieć pomysł i uporczywie dążyć do celu.)
D. Man muss die Hauptfiguren nach Menschen aus dem Bekanntenkreis gestalten. (Trzeba stworzyć głównych bohaterów na wzór ludzi z kręgu znajomych.)
4.4. Im letzten Abschnitt erklärt der Schriftsteller, (W ostatnim akapicie pisarz wyjaśnia,)
A. warum Scarlett ihre Idee entwickeln soll. (dlaczego Scarlett powinna rozwinąć swój pomysł.)
B. welche Geschichte er sich neulich ausdachte. (jaką historię ostatnio wymyślił.)
C. wie man den ersten Entwurf des Buchs erarbeitet. (jak opracowuje się pierwszy szkic książki.)
D. welche Fakten man vor dem Schreiben überprüfen muss. (jakie fakty trzeba sprawdzić przed przystąpieniem do pisania.)
Text 2
AUTOR WERDEN
Einmal im Leben selbst ein Buch schreiben, davon träumen viele Menschen. Und immer mehr machen es auch. Einer von ihnen ist Joachim Engel aus Schweinfurt. Bisher hat er seine Werke, d. h. fünf Romane und Kurzgeschichten, eigenständig veröffentlicht. Sein Manuskript einfach an einen Verlag zu senden, erschien ihm aussichtslos. „Verlagshäuser werden mit Texten überschwemmt, man kann vermuten, dass sie dort nicht einmal mehr gelesen werden“, sagt er. Und Engel sah noch eine weitere Hürde. „Ich habe oft gehört, dass man seine Bücher ohne einen Agenten überhaupt nicht mehr auf den Markt bringen kann.“ Das bestätigt der Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Bei 70.000 Neuerscheinungen pro Jahr mache die Hilfe eines Agenten, der „in der Branche bereits Fuß gefasst hat und einen Verlag für einen Autor anspricht“, Sinn, so der Landesverband Bayern.
Für seinen ersten Roman wollte Engel noch mit einem kleinen Verlag in Franken kooperieren. „Doch der Verleger verlangte 2.500 Euro Startkapital. Ich konnte mir das
einfach nicht leisten und das war der Hauptgrund, warum die Kooperation nicht zustande kam. Außerdem bot der Verleger für jedes verkaufte Exemplar nur einen Euro. Das spielte für mich zwar keine so große Rolle, allerdings hätte ich mehrere Tausend Bücher verkaufen müssen, um zumindest meine Investitionen auszugleichen.“ Das erschien Joachim Engel weder realistisch noch lukrativ, zumal er selbst noch Werbung und Vertrieb seines Buches organisieren sollte.
Seitdem setzt Engel auf „Book on Demand“ (BoD). Der Verlag funktioniert nach dem Prinzip des „Print on Demand“. Das bedeutet, dass das Buch erst dann gedruckt wird, wenn es jemand bestellt. Anders als bei traditionellen Verlagen, die Bücher in großen Auflagen produzieren und dann auf den Verkauf hoffen, braucht man keine Mindestauflage. Für Engel ist das nicht anders, als „wenn man ein Fotobuch erstellt und ausdruckt“. Engel macht alles selbst, auch die Gestaltung und das Cover. „Am Ende ein Klick, ich zahle 25 Euro an BoD, werde bei Amazon gelistet, und anschließend kann jeder mein Buch dort oder in einer Buchhandlung kaufen.“ Dazu kommen noch die Kosten, um die Druckvorlage von dem Verlag zu erhalten.
Aber auch etablierte Verlage nehmen Eigenverleger in ihr Programm auf. Laut Börsenverein beschäftigen große Verlage Scouts, die den Markt beobachten und nach Perlen suchen, um sie für sich zu gewinnen. Und eine „Perle“ ist, wer mit seinen eigenständig verlegten Werken erfolgreich ist. Einer solchen Selfpublisherin sei es gelungen, ihre vierteilige Reihe an Netflix zu verkaufen. Andere sehen bereits einen Erfolg darin, wenn sie eine Auflage von 2.000 Exemplaren verkauft haben. Engel will mit seinen Büchern keinen großen Gewinn erzielen. „Ich schreibe und produziere Bücher in erster Linie für mich selbst“, sagt er. Trotzdem geht die Rechnung für ihn auf, denn er hat schon ganz viele Leser gewonnen. Ein Drittel des Verkaufspreises erhält er, das zweite Drittel kassiert „Book on Demand“, das letzte Drittel der Buchhandel. Regelmäßige Lesungen in Buchhandlungen und Seniorenheimen helfen beim Verkauf der Bücher. Und auch der örtliche Buchhandel unterstützt ihn.
Na podstawie: www.tagesschau.de
Beantworten Sie die Fragen (4.5–4.8) gemäß dem Inhalt des gelesenen Textes.
4.5 Was hat Joachim Engel bisher gemacht, damit seine Werke an die Öffentlichkeit gelangen? (Co dotychczas zrobił Joachim Engel, aby jego dzieła ujrzały światło dzienne?)
4.6. Was war für Joachim Engel das wichtigste Argument gegen die Kooperation mit einem Verlag in Franken? (Co dla Joachima Engela było najważniejszym argumentem przeciwko współpracy z wydawnictwem w Frankonii?)
4.7. Was muss Joachim Engel dem Verlag „Book on Demand“ außer einer 25-Euro-Gebühr zusätzlich noch bezahlen? (Ile Joachim Engel musi jeszcze zapłacić wydawnictwu „Book on Demand” poza opłatą 25 euro?)
4.8. Was verdient Joachim Engel pro verkauftem Buch, wenn es über den Verlag „Book on Demand“ veröffentlicht wird? (Ile Joachim Engel zarabia na każdej sprzedanej książce, jeśli jest ona publikowana przez wydawnictwo „Book on Demand”?)
Odpowiedź:
4.1. D
4.2. B
4.3. A
4.4. C
Przykładowe odpowiedzi:
4.5. Bisher hat er seine Werke selbst veröffentlicht, ohne traditionelle Verlage zu nutzen.
4.6. Der Verleger verlangte 2.500 Euro Startkapital und Joachim Engel konnte sich das nicht leisten.
4.7. Er muss noch die Kosten für die Druckvorlage bezahlen, die er von dem Verlag erhält.
4.8. Dann verdient er ein Drittel des Verkaufspreises.
Wyjaśnieniem są fragmenty tekstów z tłumaczeniem na język polski.
4.1. „Bernard war ein großartiger Verleger. [...] Er war ein großartiger, in jeder Hinsicht überragender Mensch, der während seiner Laufbahn in der Verlagsbranche mehrere Leben hatte.” - Bernard był wspaniałym wydawcą. Był genialnym, wybitnym pod każdym względem człowiekiem, który podczas swojej kariery w branży wydawniczej miał wiele wcieleń.
4.2. „Das war der Bernard, den ich persönlich kennengelernt habe, als er mich unter seine Fittiche nahm. [...] Er war der Lehrmeister, von dem ich immer geträumt hatte.” - To był Bernard, którego poznałem osobiście, gdy wziął mnie pod swoje skrzydła. [...] Był nauczycielem, mistrzem, o którym zawsze marzyłem.
4.3. „Dabei beginnt ein Roman vor allem mit einem Drang: dem Drang zu schreiben. [...] Sie können das beste Szenario für einen Roman haben, wenn Sie keine Lust haben, ihn zu schreiben, werden Sie nichts damit anfangen.” - A powieść zaczyna się przede wszystkim od pragnienia: pragnienia pisania. [...] Może mieć pani w głowie najlepszy scenariusz powieści, ale jeśli nie ma pani chęci, aby ją napisać, nic z tego nie będzie.
4.4. „Sie dürfen nicht einfach nur Tatsachen zusammenfügen. Ein Szenario, das Neugier weckt, muss aus Fragen bestehen. Beginnen Sie damit, den Handlungsfaden aus Fragen zu spinnen.” - Nie może pani tak po prostu łączyć ze sobą faktów. Scenariusz, który budzi ciekawość, musi składać się z pytań. Proszę zacząć snuć intrygi przy pomocy pytań.
4.5. „Bisher hat er seine Werke, d. h. fünf Romane und Kurzgeschichten, eigenständig veröffentlicht.” - Dotychczas samodzielnie publikował swoje dzieła: pięć powieści i krótkie opowiadania.
4.6. „Doch der Verleger verlangte 2.500 Euro Startkapital. Ich konnte mir das einfach nicht leisten und das war der Hauptgrund, warum die Kooperation nicht zustande kam.” - Wydawca wymagał 2 500 euro kapitału na start. Po prostu nie mogłem sobie na to pozwolić i to był główny powód, dlaczego współpraca nie doszła do skutku.
4.7. „Dazu kommen noch die Kosten, um die Druckvorlage von dem Verlag zu erhalten.” - Do tego dochodzą jeszcze koszty, które muszę pokryć, żeby uzyskać od wydawnictwa szablon do wydruku.
4.8. „Ein Drittel des Verkaufspreises erhält er, das zweite Drittel kassiert „Book on Demand“, das letzte Drittel der Buchhandel.” - Jedną trzecią ceny sprzedaży otrzymuje on, drugą trzecią kasuje wydawnictwo „Book on Demand”, a ostatnią trzecią część bierze księgarnia.
Aleksandra Baran
Nauczycielka języka niemieckiego
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