Pytanie
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| 6.1 | Die mangelnde Infrastruktur von Elektrotankstellen verzögert den Ausbau der Elektromobilität. | |
| 6.2 | Die Senkung des Energieverbrauchs erfordert ein Zusammenspiel von verschiedenen Bereichen in Wirtschaft und Gesellschaft. | |
| 6.3 | Für die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes im Verkehr braucht man eine Kombination von zwei Antriebsarten. | |
| 6.4 | Es ist geplant, die Produktion der synthetischen Kraftstoffe in naher Zukunft deutlich zu erhöhen. |
ANTRIEBE DER ZUKUNFT
A. Welche Antriebsform dominiert die Mobilität nach dem Jahr 2030? Nutzen wir in Zukunft
nur noch batterieelektrisch betriebene Fahrzeuge? Diese Frage beschäftigt seit einiger
Zeit die Automobilunternehmen. Die Studien sind ein guter Anhaltspunkt für die
Entscheidungsträger, um das Risiko eines unternehmerischen Fehlgriffes möglichst
gering zu halten. Das Resultat ist eindeutig: Nur wenn alle gegenwärtig zur Verfügung
stehenden Technologien genutzt und weiterentwickelt werden, wird es möglich sein,
die Ziele der ambitionierten EU-Klimapolitik zu erreichen.
B. Bei den E-Fuels treibt Porsche zusammen mit Siemens und anderen Partnern die
Entwicklung voran. Das Projekt „Haru Oni“ in der Provinz Magallanes nutzt die
hervorragenden Windbedingungen im Süden Chiles, um mit Hilfe von grünem Windstrom
klimaneutralen Kraftstoff synthetisch zu erzeugen. So wurden im Jahr 2022 etwa
130.000 Liter davon produziert. In zwei Schritten soll die Kapazität bis 2026 auf rund
550 Millionen Liter pro Jahr gesteigert werden. Allerdings ist die Anerkennung der
künstlich hergestellten Kraftstoffe durch die EU zum Senken der CO2-Flottenbilanz noch
ein Streitpunkt, zumal die Herstellung dieser Kraftstoffe energetisch sehr aufwendig ist.
Aus diesem Grund sind Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, für dieses Vorhaben
ein Muss.
C. Schaut man sich die Studienergebnisse etwas genauer an, sind sich die Vertreter aus
Politik und Wirtschaft einig, dass batterieelektrisch betriebene Pkws die zukünftige
Alternative zum Fahrzeug mit Verbrennungsmotor sind. Allerdings ist die LadeInfrastruktur noch das Nadelöhr, durch das die Elektromobilität passen muss. Aktuell
muss gerade in diesem Bereich noch viel getan werden. Unlängst hat eine Umfrage
des Marktforschungsunternehmens Uscale ergeben, dass jeder fünfte Fahrer eines
Elektroautos mit der Ladeinfrastruktur unzufrieden ist und sechs Prozent sogar „sehr
unzufrieden“ sind. Deswegen verwundert es wenig, dass die Befragten aus Politik und
Wirtschaft bei steigender Anzahl von E-Fahrzeugen damit rechnen, dass
die vorhandenen Kapazitäten zukünftig nicht ausreichen.
D. Der Schwerlastverkehr verursacht heute rund ein Drittel der CO2-Emissionen des
gesamten Verkehrssektors. Und genau in diesem Sektor kommt die Brennstoffzelle ins
Spiel. Vorausgesetzt, es handelt sich um grünen Wasserstoff, der aus erneuerbaren
Energien gewonnen wird. Aber auch hier entscheidet die Infrastruktur maßgeblich, ob
sich diese Antriebsform durchsetzen wird. Hier suchen bereits Start-ups wie Cryomotive
nach Lösungen. Für Dr. Tobias Brunner, Geschäftsführer von Cryomotive, führt kein Weg
am Wasserstoff vorbei. „Wir haben nicht genug Strom für alle Batteriefahrzeuge. Wir
müssen Batterie und Wasserstoff miteinander verbinden, um den Verkehr zu
dekarbonisieren. Ein Energieträger allein reicht nicht“, erklärt der Techniker seinen
Ansatz.
E. Der Branchenexperte Ralf Petri fasst zusammen: „Die Umsetzung der im Energiekonzept
vorgesehenen Reduktion des Energieverbrauchs um rund 40 Prozent im Verkehrssektor
bis 2050 bringen wir nur auf den Weg, wenn alle Zahnräder reibungslos
ineinandergreifen. Angefangen von der Produktion der Energieträger über die Fertigung
der Fahrzeuge bis hin zur Entwicklung einer zukunftsfähigen Infrastruktur und eines
neuen Mobilitätsbewusstseins in der Bevölkerung“.
Na podstawie: www.focus.de
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