Pytanie
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LUSTIGE UND ABSURDE WEIHNACHTSBRÄUCHE
A. Am Weihnachtsmorgen wird es in Kanada laut – zumindest in der Provinz Nova Scotia. Denn dort maskieren sich einige Einwohner und ziehen von Haus zu Haus. Dabei machen sie – mit Ketten und Glocken – so viel Lärm wie möglich. So lange, bis sie genügend Süßigkeiten zugesteckt bekommen. Diese Tradition wird „Belsnickeling“ genannt. Auch in anderen Provinzen Kanadas gibt es besondere Bräuche an Weihnachten. In Labrador etwa sammeln die Menschen Rüben ein und höhlen sie aus. Sie stellen eine Kerze hinein und schenken sie dann ihren Kindern. Und die Eskimos veranstalten Winterfestivals, auf denen man Geschenke überreicht und viel singt und tanzt.
B. Der Heiligabend ist in China ganz klar für Pärchen reserviert: Sie verbringen ihn gemeinsam und machen sich einen schönen Abend. Geschenke gibt es natürlich auch: Man schenkt am Heiligabend rote Äpfel. Das soll Glück und Frieden bringen. „Apfel“ heißt auf Chinesisch „Ping Guo“, der Weihnachtsabend „Ping An Ye“. „Ping“ steht dabei für „Frieden“ und „Sicherheit“. Wichtiger als Weihnachten ist hier aber immer noch das chinesische Neujahr, das die Menschen sehr groß feiern: Sie schmücken dann ihre Häuser in verschiedenen Rottönen – Rot gilt als Glück bringend – und treffen sich mit ihren Familien.
C. Der Weihnachtsmann mag gerne Mandarinen – zumindest, wenn es nach den Katalanen geht. In dieser spanischen Region besorgen sich die Menschen in der Adventszeit einen Baumstamm, dekorieren ihn mit einer roten Mütze, damit er wie der Weihnachtsmann aussieht. Meist ist er ausgehöhlt und im Inneren sind Süßigkeiten versteckt. Und der Baumstamm wird dann mit Mandarinenschalen „gefüttert“. Die Kinder glauben daran, dass es an Heiligabend desto mehr Geschenke gibt, je mehr Mandarinenschalen der bemützte Baum – auch „Tió de Nadal“ genannt – bekommt. Zum Hintergrund des Brauchs: Der „Tío de Nadal“ (auf Deutsch: Weihnachtsonkel) war einst ein Holzscheit, das im Kamin des Hauses brannte und Wärme für die Feier spendete. Heute soll der Baum immer noch Wärme und Zuneigung verbreiten – aber vor allem durch Geschenke.
D. Kratzige Socken, ein Furzkissen oder die alte Kinderkassette: Beim Schrottwichteln gilt es, möglichst sinn- und nutzlose Sachen zu verschenken – und zwar an die Liebsten, die im Gegenzug ebenfalls jemanden mit etwas völlig Absurdem beglücken müssen. Klingt komisch? Mag sein, doch das Schrottwichteln ist eine beliebte deutsche Weihnachtstradition. Jedes Jahr wichteln Millionen Deutsche im Freundeskreis oder in der Familie und verschenken das, was sie irgendwo im Keller oder auf dem Dachboden finden. Vielleicht ist der Brauch etwas merkwürdig, doch bis heute ist er sehr beliebt.
E. Was hätte die Queen wohl in diesem Jahr gesagt? Hätte sie ihre Enkel erwähnt? Hätte sie ein Wort über Harry und Meghan verloren? Und wären vielleicht diesmal ein paar tobende Urenkel durch das Bild gelaufen? Die Weihnachtsansprache der Queen am ersten Weihnachtsfeiertag war bei den Briten immer ein absolutes Pflichtprogramm. Man schaute sie gemeinsam mit der Familie an und schloss sogar Wetten darauf ab, was die Queen tragen und welche Fotos im Hintergrund stehen würden. Während die Monarchin sprach, aßen die Briten vor dem Fernseher traditionelle Weihnachtsspezialitäten wie Rosenkohl oder Christmas Pudding, trugen Papierkronen und zogen an Knallbonbons. Und die Kinder spielten immer mit ihren Geschenken, die sie bereits am frühen Morgen ausgepackt hatten.
Na podstawie: www.presseportal.de
| 6.1 | Dieses ungewöhnliche Weihnachtssymbol diente früher zum Heizen. | |
| 6.2 | Hier wird Weihnachten eher als Fest der Verliebten und nicht als Familienfest angesehen. | |
| 6.3 | Erwachsene überreichen ihren Kindern selbstgemachte Laternen aus Gemüse. | |
| 6.4 | Unnütze alte Gegenstände taugen wunderbar zum Verschenken. |
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