Pytanie
Przeczytaj dwa teksty związane z kulturą. Wykonaj zadania 6.1.–6.8. zgodnie z poleceniami.
Tekst 1.
MAX FRISCH ODER DAS EUROPÄISCHE IN PERSON
An mein Treffen mit Max Frisch kann ich mich gut erinnern. Es war im Oktober 1964 in
Kastens Hotel „Luisenhof“ in Hannover. Ich freute mich sehr, denn ich hatte eine Schwäche
für seine Romane und Tagebücher. Kaum im „Luisenhof“ angekommen, ging ich gleich nach
unten. Von einer Galerie in der ersten Etage sah ich einen Herrn, der in der Hotelhalle hin
und her ging. Es war Max Frisch. Ich hatte keine Bedenken, auf ihn zuzugehen und mich ihm
höflich vorzustellen. Denn ich war sicher, dass hier nichts schiefgehen könne. In der Tat:
Kaum hatte Frisch meinen Namen gehört, da hellte sich sein Gesicht auf. Herzlich drückte er
mir die Hand. Ich hatte seinen Roman „Mein Name sei Gantenbein“ gerühmt. Meine Kritik,
nur sie war die Ursache der herzlichen Begrüßung im Foyer.
Aber die nächste Arbeit Frischs, die Erzählung „Der Mensch erscheint im Holozän“, missfiel
mir. Über dieses Buch dürfte ich mich nicht äußern. Denn sosehr mich das Thema
interessierte, so empfand ich die Erzählung doch als fremd und mühselig geschrieben.
Ich bedauere es nicht, dass ich es bei manchen Büchern für angebracht hielt, zu schweigen.
Im Gegenteil, ich könnte mir sogar vorwerfen, dass ich zu manchen Publikationen nicht
geschwiegen habe. Weil ich es damals vorgezogen habe, über diese Erzählung nicht zu
schreiben, waren die eher distanzierten, aber doch korrekten Beziehungen zwischen Frisch
und mir nicht gefährdet.
Ich erinnere mich gern an einen Besuch im Mai 1980 in seiner Züricher Wohnung in der
Stockerstraße. Wichtiger und auch folgenreicher war aber mein Besuch in seinem nächsten
Domizil, ebenfalls in der Züricher Innenstadt, in der Stadelhoferstraße. Er habe diese
Wohnung gewählt, weil es hier alles, was er dringend brauche, in der Nähe gebe – er nannte
an erster Stelle eine Apotheke. Die Wohnung sei sehr schön, aber der Bau einer S-BahnLinie in ihrer unmittelbaren Nähe mache ihm zu schaffen. Der Lärm sei unerträglich.
Dennoch habe er sie genommen, auch weil es für ihn schwierig war, eine geeignete
Wohnung zu finden.
Viele Züricher Bürger, behauptete Frisch, wollten mit ihm nichts zu tun haben. Er attackierte
die Schweiz munter und kräftig. Ihn verbinde mit diesem Staat, erklärte er mir, bloß noch
der Reisepass. Ich glaubte ihm kein Wort. Warum er denn in Zürich lebe? Er könne doch
wohnen, wo er wolle, er habe es ja auch in Berlin versucht, in New York und Rom. Aber
Zentrum seiner Existenz sei doch Zürich geblieben. Er sei eben, sagte ich lachend, alles
zugleich und auf einmal: ein urbaner europäischer Autor, ein schweizerischer Heimatdichter
und ein bodenständiger Kosmopolit. Frisch protestierte nicht.
Na podstawie: Marcel Reich-Ranicki, Mein Leben
W zadaniach 6.1.–6.4. z podanych odpowiedzi wybierz właściwą, zgodną z treścią tekstu. Zakreśl jedną z liter: A, B, C albo D.
Wersja A
6.1. Was lässt sich aus dem ersten Abschnitt schlussfolgern?
A. Der Autor und Max Frisch waren eng befreundet.
B. Max Frisch hat von dem Autor noch nie zuvor gehört.
C. Dies war die erste Begegnung von Max Frisch und dem Autor.
D. Max Frisch und der Autor haben sich lange nicht mehr gesehen.
6.2. Im zweiten Abschnitt erklärt der Autor,
A. warum Max Frisch eine Erzählung schrieb.
B. warum sich Max Frisch von ihm distanzierte.
C. warum er sich für Frischs Schaffen interessierte.
D. warum er ein Werk von Frisch nicht öffentlich kritisierte.
6.3. Was gefiel Max Frisch an seiner Wohnung in der Stadelhoferstraße?
A. Die Wohnung lag am Stadtrand.
B. In der Nähe gab es eine Apotheke.
C. Sie war in einer ruhigen Straße gelegen.
D. Er hatte es nicht weit zu der S-Bahn-Linie.
6.4. Wie steht der Autor zu den Äußerungen von Max Frisch über seine Heimat?
A. Der Autor stimmt Max Frischs Sicht auf die Schweiz zu.
B. Der Autor befürchtet, dass Max Frisch seine Heimat bald verlassen wird.
C. Der Autor glaubt Max Frisch, dass dieser seine Heimat nicht leiden kann.
D. Der Autor findet, dass Max Frischs Kritik an der Schweiz nicht ernst gemeint ist.
Wersja B
6.1. Was lässt sich aus dem ersten Abschnitt schlussfolgern?
A. Der Autor und Max Frisch waren eng befreundet.
B. Dies war die erste Begegnung von Max Frisch und dem Autor.
C. Max Frisch und der Autor haben sich lange nicht mehr gesehen.
D. Max Frisch hat von dem Autor noch nie zuvor gehört.
6.2. Im zweiten Abschnitt erklärt der Autor,
A. warum sich Max Frisch von ihm distanzierte.
B. warum er sich für Frischs Schaffen interessierte.
C. warum er ein Werk von Frisch nicht öffentlich kritisierte.
D. warum Max Frisch eine Erzählung schrieb.
6.3. Was gefiel Max Frisch an seiner Wohnung in der Stadelhoferstraße?
A. In der Nähe gab es eine Apotheke.
B. Er hatte es nicht weit zu der S-Bahn-Linie.
C. Sie war in einer ruhigen Straße gelegen.
D. Die Wohnung lag am Stadtrand.
6.4. Wie steht der Autor zu den Äußerungen von Max Frisch über seine Heimat?
A. Der Autor stimmt Max Frischs Sicht auf die Schweiz zu.
B. Der Autor glaubt Max Frisch, dass dieser seine Heimat nicht leiden kann.
C. Der Autor befürchtet, dass Max Frisch seine Heimat bald verlassen wird.
D. Der Autor findet, dass Max Frischs Kritik an der Schweiz nicht ernst gemeint ist.
Tekst 2.
DAS BUCH IST TOT – ODER DOCH NICHT?
Unsere Kinder spielen nur noch auf dem Smartphone und Computer. Lesen ist ihnen zu
langweilig. Das hört man immer wieder. Doch stimmt das überhaupt? Leider ja. Nur
ein Drittel der Kinder und Jugendlichen liest täglich oder mehrmals die Woche. Vor allem
Jungs interessieren sich weniger für Bücher – was negative Folgen in der Schule haben
kann. Denn Lesen will gelernt sein.
Von großer Bedeutung ist der Umgang mit Büchern zu Hause, da sind sich Fachleute einig.
„Wir wissen, dass die sprachliche Anregung im Elternhaus eine wichtige Rolle spielt“, sagt
Sascha Schroeder, Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Göttingen.
Vor allem durch das Vorlesen fördern Eltern das Sprachvermögen ihrer Kinder.
Erstaunlicherweise sind nicht die Inhalte oder die Illustrationen der Bücher dabei am
wichtigsten, sondern das, was später kommt, nämlich die Gespräche über das Gelesene.
Mit einem guten Kinderbuch bieten die Eltern ihren Kindern viel wertvollere Anregungen als
Fernsehen und Spiele am Tablet.
15 Minuten – so lange sollten Eltern ihren Kindern täglich vorlesen, empfiehlt die Stiftung
Lesen. Doch davon sind wir in Deutschland weit entfernt. „Ich finde es sehr schade, dass fast
ein Drittel der Eltern nur selten vorliest“, sagt Simone Ehmig, Leiterin des Instituts für Leseund Medienforschung der Stiftung Lesen. „Diese Kinder bringen dann
eine Bildungsbenachteiligung in die Schule mit, die sie später schwer aufholen können.“
„Ein großes Problem ist die Motivation, in der Freizeit ein Buch in die Hand zu nehmen“, sagt
der Nürnberger Erziehungswissenschaftler Wolfgang Tischner. „Jungen lesen anders als
Mädchen. Während Mädchen lieber längere Liebesromane oder Gedichte wählen,
bevorzugen Jungen in der Regel kürzere Heldengeschichten. Sie interessieren sich nicht für
lange Bücher. In Kitas und Schulen wird das oft kaum berücksichtigt. Die Erzieherinnen und
Lehrerinnen treffen unbewusst eine eher weibliche Bücherauswahl“, erläutert Tischner.
Der Erziehungswissenschaftler hat an der Technischen Hochschule Nürnberg viele Jahre
zur Leseförderung für Jungen geforscht. Seiner Erfahrung nach fehlt es den Jungen an
Rollenvorbildern, denn zu Hause lesen meist die Mütter oder ihre älteren Schwestern vor.
„Bei ihnen prägt sich ein: Lesen ist weiblich, also nur Frauensache“, sagt Tischner. „Das
muss geändert werden.“
Na podstawie: www.elektroniknet.de
Uzupełnij luki 6.5.–6.8. w streszczeniu zgodnie z treścią tekstu, tak aby jak najbardziej precyzyjnie oddać jego sens. Luki należy uzupełnić w języku niemieckim. Uwaga: w każdą lukę możesz wpisać maksymalnie sześć wyrazów.
Die Wissenschaftler sind einer Meinung: Eltern können durch Vorlesen das Sprachvermögen
ihrer Kinder fördern. Dabei ist es interessant, dass 6.5. ______________________________
__________________________________________________________________________
die entscheidende Rolle spielen. Sie bringen den Kindern den meisten Nutzen.
Laut Stiftung Lesen sollten Eltern ihren Kindern 15 Minuten pro Tag vorlesen. Wie ist es in
Deutschland? Die Leiterin des Instituts für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen,
Simone Ehmig, bedauert, dass etwa 30 % der Eltern 6.6. ____________________________
___________________________________________________, was zu Lernschwierigkeiten
ihrer Kinder in der Schule führen kann.
Der Nürnberger Erziehungswissenschaftler Wolfgang Tischner behauptet, dass Jungen,
anders als Mädchen, lieber 6.7. ________________________________________________
____________ lesen. Außerdem finden die Jungen das Lesen weiblich und lesen deswegen
seltener und nicht so gern. Der Grund dafür sind fehlende Rollenvorbilder. Wenn allerdings
6.8. ___________________________________________________ ihren Kindern zu Hause
vorlesen würden, wäre das viel besser – glaubt Tischner.
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