Pytanie
Przeczytaj dwa teksty na temat form zamieszkania. Rozwiąż zadania (4.1-4.8) zgodnie z poleceniami.
Text 1
ZUSAMMENLEBEN MIT DER MUTTER
Die Klavierlehrerin Erika Kohut stürzt wie ein Wirbelsturm in die Wohnung, die sie mit ihrer Mutter teilt. Erika geht auf Ende Dreißig zu. Die Mutter könnte, was ihr Alter betrifft, leicht Erikas Großmutter sein. Nach vielen harten Ehejahren erst kam Erika damals auf die Welt. Sofort gab der Vater den Stab an seine Tochter weiter und trat ab. Erika trat auf, der Vater ab. Heute ist Erika flink geworden. Sie schießt durch die Wohnungstür und bemüht sich, in ihr Zimmer zu gelangen, ohne gesehen zu werden. Doch da steht schon die Mama groß davor und stellt Erika zur Rede. Die Mutter forscht, weshalb Erika erst jetzt, so spät, nach Hause finde? Der letzte Schüler sei bereits vor drei Stunden heimgegangen. Die notengefüllte Aktentasche wird Erika nun weggenommen, und gleich schaut der Mutter die bittere Antwort auf alle Fragen daraus entgegen. Vier Bände Beethovensonaten teilen sich den kleinen Raum mit einem neuen Kleid, dem man ansieht, dass es eben erst gekauft worden ist. Im Geschäft, vorhin noch, hat das Kleid, durchbohrt von seinem Haken, so verlockend ausgesehen, bunt und geschmeidig, jetzt liegt es als schlaffer Lappen da und wird von den Blicken der Mutter durchbohrt. Das Kleidergeld war für die Sparkasse bestimmt! Jetzt ist es vorzeitig verbraucht. Später hätten wir eine neue Wohnung gehabt, doch da du nicht warten konntest, hast du jetzt nur einen Fetzen, der bald unmodern sein wird. Die Mutter will sparen, um später genießen zu können. Und da kauft Erika sich ausgerechnet ein Kleid, beinahe noch vergänglicher als ein Tupfen Mayonnaise auf einem Fischbrötchen. Dieses Kleid wird nicht erst nächstes Jahr, sondern bereits nächsten Monat aus jeglicher Mode sein. Geld kommt nie aus der Mode. Es wird auf eine gemeinsame große Eigentumswohnung gespart. Die Mietwohnung, in der sie jetzt noch hocken, ist bereits so alt, dass man sie nur noch wegwerfen kann. Sie werden sich vorher gemeinsam die Einbauschränke und sogar die Lage der Trennwände aussuchen können, denn es ist ein ganz neues Bausystem, das bei ihrer neuen Wohnung genutzt wird. Alles wird genau nach persönlichen Angaben ausgeführt werden. Wer zahlt, bestimmt. In dieser nagelneuen Wohnung, gebaut nach der Methode der Zukunft, wird jeder ein eigenes Reich bekommen, Erika hier, die Mutter dort, beide Reiche säuberlich voneinander getrennt. Doch ein gemeinsames Wohnzimmer wird es geben, wo man sich trifft. Wenn man will. Schon hier, in diesem Schweinestall, der langsam verfällt, hat Erika ein eigenes Reich. Es ist nur ein provisorisches Reich, denn die Mutter hat jederzeit freien Zutritt. Die Tür von Erikas Zimmer hat kein Schloss. Erikas Lebensraum besteht aus ihrem eigenen kleinen Zimmer, wo sie machen kann, was sie will. Keiner hindert sie, denn dieses Zimmer ist ganz ihr Eigentum. Das Reich der Mutter ist alles Übrige in dieser Wohnung, denn die Hausfrau, die sich um alles kümmert, wirtschaftet überall herum, während Erika die Früchte der von der Mutter geleisteten Hausfrauenarbeit genießt.
Na podstawie: Elfriede Jelinek, „Die Klavierspielerin“
Zaznacz prawidłową odpowiedź (A, B, C lub D) dla zadań (4.1-4.4). Tylko jedna odpowiedź jest poprawna.
4.1 Warum ärgerte sich die Mutter über Erikas späte Rückkehr?
A. Weil sie nicht wusste, wo Erika ihre Zeit verbrachte.
B. Weil sie alleine für Erikas Großmutter sorgen musste.
C. Weil sie sich in der Zeit um Erikas Schüler kümmern musste.
D. Weil sie meinte, dass Erika zu lange bei ihrem Vater geblieben ist.
4.2 Was hat Erika auf dem Weg nach Hause gemacht?
A. Erika hat sich ein neues Kleid besorgt.
B. Erika hat ihr neues Kleid mit Mayonnaise bekleckert.
C. Erika hat Beethovensonaten unter ihrem Kleid versteckt.
D. Erika hat die nächste Wohnungsrate in der Sparkasse bezahlt.
4.3 Wie sollte die neue Wohnung gestaltet sein?
A. Jede Person sollte ihren Privatbereich haben.
B. Ein gemeinsames Wohnzimmer war nicht vorgesehen.
C. Die Schlafzimmer aller Bewohner sollten verschließbar sein.
D. Bei der Einrichtung sollten auch die alten Möbel Platz finden.
4.4 Welche Schlussfolgerung über die Einstellung der Mutter Erika gegenüber lässt
der Text zu?
A. Die Mutter teilt Erikas Geschmack in Sachen Mode.
B. Die Mutter sieht in Erika eine gleichwertige Partnerin.
C. Die Mutter betrachtet Erika wie ein kleines Mädchen.
D. Die Mutter bezweifelt das musikalische Talent von Erika.
Tekst 2
KLEIN IST FEIN
In der Stadt oder außerhalb der Stadt? Am liebsten soll es ein Stadtteil mit Altbauten sein, der aber auch hip ist; es soll hier zum Beispiel original chinesische Restaurants geben und eine Oper und gute Kitas. Der unwahrscheinlich starke Zuzug in solche Gegenden ist daran zu erkennen, dass an jedem Laternenmast Wohnungssuchzettel hängen. Im Auftrag freundlicher Investoren entsteht zwar in den Hinterhöfen sogenannter Wohnraum in weißen Wohnklötzen aus dünnem Beton und Styroporumhäutung, wofür Preise verlangt werden, die sich nicht mit dem Wert von Beton, Styropor und Boden erklären lassen. Doch nichts ist alternativlos. Die Alternativen für Leute, die auf keinen Fall in einem Neubau wohnen wollen, heißen: raus aus der Stadt ziehen oder eine kleine Altbau-Wohnung in Kauf nehmen. Mit Fantasie lässt sich selbst eine kleine Wohnung großartig nutzen. Dennoch schließen viele diese Option einfach aus, ohne überhaupt einmal darüber nachgedacht zu haben, wofür eine kleine Wohnung gut sein kann. Eine kleine Wohnung ist fortschrittlich! Wenn man es richtig anstellt. Es ist dabei erstens unbedingt darauf zu achten, dass die Wohnung nicht nur klein ist, sondern auch schön. Eine hässliche kleine Wohnung ist keinesfalls eine Alternative zum Fortzug in einen Vorort. Die kleine Wohnung müsste dazu wahlweise einen wunderbaren Ausblick, einen romantischen Innenhof oder einen sympathischen Balkon haben. Der Blick auf die kahle Fassade des Nachbarhauses, eine stark befahrene Straße vor dem Fenster oder die Einflugschneise zum Flughafen über dem Dach verstärken dagegen eher den Frust über zu wenig Wohnraum. Wenn die Wohnung gefunden und bezahlbar ist, kann die Renovierung beginnen. Dazu sind Effizienz und Fantasie gefragt. Zunächst geht es darum, jeden Quadratmeter optimal zu nutzen. Das funktioniert umso besser, je höher die Decken sind. Praktischerweise wird der Wert des Wohnraums in Quadratmeter Wohnfläche bemessen. Aber eine kleine Wohnung, die 4 Meter hohe Decken hat, ist viel wertvoller als eine mit 2,30 Meter Raumhöhe. Man kann Schränke einbauen, die vom Boden bis unter die Decke reichen und so breit sind, wie es nur geht. In einem 4 Meter hohen Altbau fasst so ein Einbauschrank so viel Textil wie drei konventionelle Kleiderschränke. Kleinflächige Wohnungen haben auch den Vorteil, dass man sich hier nicht um so viele Räume kümmern muss. Natürlich haben es vor allem kleinere Menschen schwer, an weiter oben aufbewahrte Kleidung zu gelangen oder mal eben die Decke von Spinnennetzen zu befreien. Leider sind auch die Heizkosten nicht wirklich geringer als in Wohnungen mit größerer Grundfläche und niedrigeren Decken.
Na podstawie: www.faz.net
Odpowiedz na pytania (4.5-4.8) zgodnie z treścią przeczytanego tekstu.
4.5 Woran merkt man, dass Stadtteile mit Altbauten gefragt sind?
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4.6 Wie reagieren die Investoren auf die Nachfrage nach Wohnungen in den Stadtteilen mit
Altbauten?
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4.7 Welche Annehmlichkeiten sollte eine schöne kleine Wohnung bieten? (zwei Angaben)
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4.8 Welchen Vorteil bieten, laut dem Text, Wohnungen mit hohen Decken?
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