Przeczytaj dwa teksty na temat mieszkalnictwa. Rozwiąż zadania (4.1-4.8) zgodnie z poleceniem.
Text 1
ZURÜCK IN DIE ALTE HEIMAT
Es tut weh, meine Wohnung zu verlassen, selbst jetzt, da sie leer ist. Und es tut weh, durch
Hamburg zu fahren und sich zu verabschieden … all die lieb gewonnenen Plätze, die
Erinnerungen an Freunde, an Feste, an … nein, Patricks Wohnung meide ich, obwohl mich
interessieren würde, welches Auto davorsteht. Der weiße Mini, den ich vermute? Nein, diese
Blöße gebe ich mir nicht. Ich habe mit Hamburg abgeschlossen, der Umzugswagen ist schon
unterwegs, ich jetzt auch. Auf nach Stuttgart, zu neuen Aufgaben, zu neuen
Herausforderungen, zu meiner Mutter, die meine Hilfe braucht. Zurück in die Stadt, in der ich
aufgewachsen bin und in der ich seit vierundzwanzig Jahren kaum mehr war. Ich spüre, wie
meine Beklemmung wächst, als ich auf die Autobahn fahre und einen letzten Blick in den
Rückspiegel werfe. Lasse ich das jetzt wirklich alles hinter mir? Ja. Mir wird flau im Magen,
was werden die kommenden Tage bringen? Nur Gutes, Katja, sage ich laut, bevor ich meine
Lieblingsmusik aufdrehe. Nur Gutes, und ich hoffe, dass ich mir glaube.
In Stuttgart angekommen gehe ich schnell durch meine neue Wohnung. Zwei Zimmer, davon
eines sehr groß, das andere gerade ausreichend für Doppelbett und Schrank, dazu eine
schmale Küche mit schmuddeligen Einbauschränken und ein Badezimmer aus dem letzten
Jahrhundert mit alten Eisenrohren über dem Putz. Ich denke kurz an meine helle, moderne
Wohnung in Hamburg zurück, verbiete mir dann jeden weiteren Gedanken. Ab jetzt geht es
nach vorn, nicht in die Vergangenheit.
Am nächsten Morgen, mit einer Tüte Butterbrezeln in der Hand und einem strahlenden
Lächeln im Gesicht, klingle ich bei meiner Mutter. Ich habe keinen Hausschlüssel. Ich hoffe,
dass sie mir aufmacht. Ich höre nichts, also klingele ich nach einer Weile noch einmal und
dann steht sie vor mir in der Tür. „Hallo, Mutti“, sage ich, „ich habe Frühstück mitgebracht,
wollen wir einen Kaffee trinken?“, frage ich, und sie nickt und zeigt zu der Kaffeekanne auf
der Anrichte. Ich lege meine Brezeltüte auf den weiß lackierten Tisch. „Du siehst gut aus“,
sage ich und lächle ihr zu. Sie steht am Fenster, beide Hände nach hinten gekrallt, als wollte
sie sich festhalten. Wie zerbrechlich sie geworden ist. Und obwohl sie ein graues Kostüm mit
einer cremefarbenen Schleifenbluse trägt und auf den ersten Blick immer noch so gepflegt
aussieht wie früher, sehe ich auf den zweiten Blick die Flecken auf der Jacke. Und auf der
Bluse. Ich muss mich abwenden. Ich öffne den Kühlschrank, um Milch zu holen, und klappe
ihn gleich wieder zu. Gähnende Leere. Leerer Kühlschrank, denke ich, sie muss sich doch
von irgendwas ernähren. „Ich gehe nachher einkaufen“, sage ich. „Oder besser noch, wir
gehen gemeinsam, dann weiß ich, was du brauchst. Und was dir schmeckt.“ Sie sieht mich
an, und am Ausdruck ihrer Augen erkenne ich, dass etwas nicht stimmt. Sie beobachtet mich
mit Unsicherheit. Ich lächle sie an und fasse nach ihrer Hand. Sie ist feingliedrig und zittert
leicht. Es sieht aus, als wäre der schmale goldene Ehering an ihrem Finger zu groß
geworden. „Mama“ – wende ich mich zärtlich an sie, streichle ihre Hand und versuche mit
dieser Geste, ihr Selbstvertrauen zu geben.
Na podstawie: Gaby Hauptmann: Unsere allerbeste Zeit, 2022.
Zaznacz prawidłową odpowiedź (A, B, C lub D) dla każdego z zadań (4.1-4.4). W każdym przypadku tylko jedna odpowiedź jest prawidłowa.
4.1 Mit der Wendung „Mir wird flau im Magen“ drückt die Erzählerin aus, - Zwrotem „Mdli mnie” narratorka wyraża,
A. dass sie plötzlich Hunger verspürt. - że nagle poczuła się głodna.
B. dass sie für ihre Zukunft schwarzsieht. - że jest przygnębiona swoją przyszłością.
C. dass sie Angst vor dem neuen Anfang hat. - że boi się nowego początku.
D. dass sie an Übelkeit beim Autofahren leidet. - że cierpi na mdłości podczas jazdy samochodem.
4.2 Was trifft auf die Beschreibung der neuen Wohnung von Katja zu? - Co dotyczy opisu nowego mieszkania Katji?
A. Die Rohre im Bad sind verdeckt montiert. - Rury w łazience są ukryte.
B. Die Einbauschränke in der Küche sind verschmutzt. - Wbudowane szafki w kuchni są brudne.
C. Sie ist mit Katjas Hamburger Wohnung vergleichbar. - Jest porównywalne z mieszkaniem Katji w Hamburgu.
D. Eines der Zimmer bietet zu wenig Platz für Katjas Bett. - W jednym z pokoi jest za mało miejsca na łóżko Katji.
4.3 Was fiel Katja an ihrer Mutter auf? - Co Katja zauważyła u swojej mamy?
A. Sie war sehr sauber gekleidet. - Była bardzo schludnie ubrana.
B. Sie trug den goldenen Ring nicht mehr. - Nie nosiła już złotego pierścionka.
C. Sie stützte sich die ganze Zeit auf den Tisch. - Cały czas opierała się o stół.
D. Sie wirkte zerbrechlich und geistesabwesend. - Wydawała się krucha i zamyślona.
4.4 Der Text handelt von einer Frau, - Tekst opowiada o kobiecie,
A. die als Sozialarbeiterin Senioren betreut. - która opiekuje się osobami starszymi jako pracownik socjalny.
B. die die Lebenssituation älterer Menschen erforscht. - która bada sytuację życiową osób starszych.
C. die wegen Konflikten mit ihrer Mutter umziehen muss. - która musi zmienić miejsce zamieszkania z powodu konfliktu z matką.
D. die sich an einem Wendepunkt in ihrem Leben befindet. - która znajduje się w punkcie zwrotnym w swoim życiu.
Text 2
IMMER SELTENER WOHNEN DIE ALTEN BEI IHREN KINDERN
Die Familien in Deutschland rücken auseinander. Immer seltener kommt es vor, dass zwei
oder drei Generationen unter einem Dach zusammenleben. Eine Studie des Statistischen
Bundesamtes zeigt auch, dass die Zahl der Mehrgenerationenhaushalte seit 20 Jahren
kontinuierlich zurückgeht. Fast gänzlich ausgestorben sind Haushalte, in denen Kinder,
Eltern und Großeltern zusammen wirtschaften. Den familiären Beziehungen scheint die
Distanz gut zu tun. Denn zahlreichen Umfragen zufolge verstanden sich die Generationen
hierzulande noch nie besser.
In fast 72 Prozent aller Haushalte lebt heutzutage nur eine Generation, dabei handelt es sich
entweder um Paare oder Singles. Von den sogenannten Mehrgenerationenhaushalten
entfällt der Löwenanteil auf Eltern mit ihren ledigen Kindern. Großeltern, Eltern und Kinder
unter einem Dach? Das ist in Deutschland ein aussterbendes Familienmodell, vor allem
in Großstädten. In ländlichen Regionen ist dieser gesellschaftliche Trend weniger stark
ausgeprägt. Während in Dörfern und Kleinstädten immerhin noch in jedem dritten Haushalt
zwei oder noch mehr Generationen zusammenwohnen und gemeinsam wirtschaften, gilt
dies in mittelgroßen Städten und Großstädten nur noch für 22,5 Prozent der Haushalte.
Vor allem die Konstellation „Kinder, Eltern und Großeltern“ passt offenbar nicht
zum großstädtischen Leben.
Dass erwachsene Kinder mit ihren Eltern zusammenwohnen, kann ganz unterschiedliche
Gründe haben. Wenn beispielsweise Berufsstarter heiraten, Kinder bekommen und mit
wenig Geld auskommen müssen, kann es finanziell sinnvoll sein, zunächst im Elternhaus zu
bleiben. Aber viele Generationen leben in den meisten Fällen deshalb unter einem Dach,
weil es möglich ist, sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei scheinen häufiger die Älteren
den Jüngeren unter die Arme zu greifen als umgekehrt. Denn das Gros der Senioren ist fit
genug, nicht nur um sich selbst zu versorgen, sondern auch um der mittleren und jüngeren
Generation im Alltag zu helfen: Lediglich sechs Prozent der Älteren, die mit ihren
erwachsenen Kindern und Enkeln unter einem Dach wohnen, beziehen Pflegegeld.
Dagegen scheint die Unterstützung für die Älteren unverzichtbar zu sein, wenn die mittlere
Generation nur mit einem älteren Familienmitglied im Haushalt lebt. Bei dieser Konstellation
sind die Senioren im Durchschnitt schon 77 Jahre alt und nicht mehr imstande, sich selbst zu
versorgen. Das hohe Alter und Gesundheitsprobleme sind dabei wichtige Faktoren.
Der Anteil an Pflegebedürftigen in dieser Altersgruppe liegt heute bei 18 Prozent. Häufig
handelt es sich, nach Einschätzung der Bevölkerungsexperten, um verwitwete Personen,
die ohne ihren Partner leben. Sie möchten der Einsamkeit entfliehen, indem sie mit jüngeren
Familienmitgliedern zusammenwohnen.
Na podstawie: www.welt.de
Odpowiedz na pytania (4.5-4.8) zgodnie z treścią przeczytanego tekstu.
4.5 Was fällt auf, wenn man die Ergebnisse der Studie des Statistischen Bundesamtes und
viele Umfragen miteinander vergleicht? - Co można zauważyć, porównując wyniki badania Federalnego Urzędu Statystycznego z wieloma ankietami?
Obwohl die Zahl der Mehrgenerationenhaushalte zurückgeht, verstanden sich die Generationen hierzulande noch nie besser. - Chociaż liczba wielopokoleniowych gospodarstw domowych spada, pokolenia w tym kraju nigdy nie dogadywały się lepiej.
4.6 Wo in Deutschland ist heute das Mehrgenerationen-Familienmodell häufiger zu beobachten? - Gdzie w Niemczech model rodziny wielopokoleniowej jest dziś bardziej powszechny?
In ländlichen Regionen wie Dörfern und Kleinstädten. - Na obszarach wiejskich, takich jak wsie i małe miasteczka.
4.7 Was ist der häufigste Grund dafür, dass mehrere Generationen zusammenwohnen? - Jaki jest najczęstszy powód wspólnego mieszkania kilku pokoleń?
Sie wohnen zusammen, um sich gegenseitig im Alltag zu unterstützen. - Mieszkają razem, aby wspierać się nawzajem w codziennym życiu.
4.8 Wer gehört, laut Bevölkerungsexperten, häufig zu der Gruppe der Pflegebedürftigen? - Kto według ekspertów ds. populacji zazwyczaj zalicza się do grupy osób wymagających opieki?
Es handelt sich, um verwitwete ältere Personen, die ohne ihren Partner leben. - Są to owdowiałe starsze osoby, które żyją bez swojego partnera.
Wyjaśnienie:
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Marta Rudzka
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